Montag, 22. November 2010

Eine kleine Bilderreise für euch!
























Mailand Part 2

Hallo ihr Lieben!
So jetzt nutze ich doch direkt mal meine Zeit, die ich hier mit der Carla auf dem Sofa verbringe, da sie schon wieder krank ist!
Also weiter geht es dann mit dem Samstag in Mailand. Die erste Station unserer Städtetour sollte nun der mailändische Dom. Zunächst mussten wir uns in eine riesen Menschenschlange eingliedern, die nur darauf wartete den Dom betreten zu können. Als wir dann auch an die Tür gelangten, wurde uns auch klar, wieso sich von dort aus eine solche Schlange gebildet hatte. Das Militär persönlich kümmert sich um die Einlasskontrollen. Super! Damit hatten wir nicht gerechnet. Als ich zu der Kontrolle gelangte, wurde mir kein Eilass gewährt! Und zwar weil Röcke verboten wurden (da trage ich schon mal einen und dann wird mir sofort der Einlass in eine Kirche verwährt?!) Das war für Katie das gefundene Fressen;) Aber sie konnte direkt ihre Designerkünste an mir austesten, da ich dann letzten Endes mit einem Schal, den sie mir um die Beine gebunden hatte, in den Innenraum eintreten durfte. Da diese Designerkreation aber nicht gerade Förderlich fürs Bewegen ist, humpelte ich eher schlecht als recht durch die Kirche. Als das dann ein sehr netter Securityman mich ansah, konnte er sich nicht mehr vor Lachen halten und erlaubte mir, den Schal zu entfernen....denn ich würde nicht im geringsten gegen die Kleiderordnung verstoßen....
Im Anschluss an die Besichtigung von Innen, ging es dann die zahlreichen Treppen hoch zum Dach. Denn man kann richtig auf das Domdach! Also nicht so wie bei dem Kölner Dom, sondern man findet sich wirklich auf einem Dach wieder;) und von dort hatten wir schon eine klasse Aussicht! Auch wenn das Wetter nicht wie gewöhnt sonnig war. Zudem macht der viele Smog es einem nur möglich bis zu einer bestimmten Entferne schauen zu können.

Damit wir unserem Glück ein wenig auf die Sprünge helfen konnten, schlossen wir uns den ganzen anderen Touris an und „spinnten die bull’s balls“ in der Galleria Vittorio Emanuele 2. Außerdem war auch diese Galerie eine absolute Modehochburg, in der sich so manch stylische Leute zum Champagner-Schlürfen treffen.
Als nächstes Highlight folgte dann ein Besuch in der berühmten Oper La Scala. Auch hier hatten wir wieder Glück gehabt! Denn als wir diese besuchten, fanden gerade Proben für das neue Opernstück statt. Wir konnten zwar nur in von Glasscheiben verschlossenen Boxen den Innenraum sehen, konnten aber dafür die Proben hören!

Jetzt kommt aber eigentlich das Lustigste! Katie und ich hatten schon auf das bevorstehende Shoppen gefreut. Also hatten wir uns auch dementsprechend vorbereitet und die Addresse für ein „exquisites Outlet“ ausgedruckt. Also auf ging es mit der Metro in Richtung Shoppen. Nachdem wir dann auf besagter Straße ankamen, fanden wir jedoch die Hausnummer nicht! Das war schon stutzig werden sollen...Auch in den anderen Geschäften hatte keiner was vom Outlet 2010 gehört....Per Zufall fand ich dann jedoch eine kleine Gasse, in der sich dann besagtes befand. Als wir davor standen, dachten wir echt das wäre ein Scherz. Wir hatten doch glatt in der Stadt der Mode, den scheußlichsten Laden weit und breit gefunden....Es ging also wieder zurück ins Stadtzentrum und zwar seitens Katie mit richtig schlechter Laune. Zu meinem Glück fanden wir dann aber doch einen Laden, der ihrem Geschmack entsprach, wodurch das Stimmungsbarometer wieder aufwärts kletterte.
Nachdem es inzwischen schon was später und dementsprechend auch kälter geworden war, machten wir uns dann auf den Weg zurück zur Wohnung. Dort machten wir einen schnellen Abstecher in den Supermarkt. In dem Apartment angekommen, wurde ich dann ins Schlafzimmer abgeschoben und Katie kümmerte sich um die ganzen Luftballons und um den Geburtstagskuchen, den sie gekauft hatte. So kam es dann dazu, dass wir meinen bevorstehenden Geburstag schon gegen 22 Uhr feierten. Nachdem wir uns dann aufgehübscht (wie meine Mama immer so schön sagt) hatten, ging es dann wieder in Richtung Stadtzentrum. Dort wollten wir eigentlich im „Just Cavalli Café“ Cocktails trinken und in meinen Geburtstag feiern, da wir dieses nach zahlreichem Herumlaufen aber nicht finden konnten, gaben wir auf und machten uns in Richtung des angesagtesten Clubs. Dort feierten wir dann bis in die Morgenstunden meinen 20. Geburtstag...
Am nächsten Morgen hatte Katie aber einen solchen Kater und das Wetter war dermaßen schlecht, dass ich sie nicht zum Aufstehen überreden konnte. Dementsprechend verließen wir erst später die Wohnung, um noch die Burg und einen Triumphbogen zu besuchen! Trotz des schlechten Wetters hat es uns sehr gut gefallen. Von dort aus ging es dann mit einer weiteren Touristenattraktion- der antiken Straßenbahn in Richtung Stadtcentrum. Dort genossen wir dann noch ein wirklich schickes Geburtstagsdinner in einer Pizzeria, bis wir auch schon zu unserem Bus sprinten mussten, der uns von Mailand nach Bergamo bringen sollte. Dem Bus, der leider diesmal wirklich viel Verspätung hatte, hatten wir es zu verdanken hatten, dass wir noch in den letzten 2 Minuten einchecken mussten. Aber na ja letzten Endes hat ja alles geklappt.
Als wir dann endlich im Flugzeug saßen hatten wir zunächst einmal einen Stromausfall, der uns kurzzeitig etwas beunruhigte, da nichts aber auch gar nichts mehr in der Maschine funktionieren zu schien. Da wir aber so müde waren, verschwanden diese Sorgen ganz schnell. Wir verbrachten nun wieder einmal unsere Zeit im Bus, der uns zum Placa Catalunya bringen sollte. Dann endete Geburstag während der Fahrt mit dem Zug in Richtung Terrassa.
Aber ich kanns nicht anders sagen, als dass es eine wirklich klasse Reise war, auch wenn viele unerwartete Überraschungen eintrafen...

Also abschließend kann ich sagen: ein Besuch von Mailand lohnt sich auch für ein kleines Wochenende!
Liebste Grüße,
Ann-Sophie
PS: ich bin aber doch wieder froh, das Wetter zumindest eingetauscht zu haben;)

Mittwoch, 17. November 2010

Ein oder zwei neue Abenteuer

(Das ist das Theater, das direkt vor der Haustür liegt. Also das war der Ausblick vom Balkon!)

Ciao!
Also hier kommt mal endlich wieder nach langer Post-Pause ein Lebenszeichen von mir.

Aber in den beiden vergangenen Wochen hatte ich einfach keine Zeit zu schreiben.

Es fing eigentlich alles damit an, dass ich vor zwei Wochen schon am Montag merkte, dass ich vermutlich krank werden würde. Aber nachdem ich mich Mittwoch wirklich krank fühlte, konnte ich dann auch früher aufhören zu arbeiten, um mich auszuruhen. Doch auch am nächsten morgen fühlte ich mich nicht wirklich besser. Da ich aber immer Donnerstags Alexa gegen Mittag hier zum Essen habe, wartete ich also noch auf den Mikrowellenmann und holte gegen 13 Uhr Alexa ab. Nachdem ich sie wieder in die Schule für den Nachmittagsunterricht gebracht hatte, wollte ich scnell eben zu einem Arzt gehen, der mit Medizin verschreiben sollte. Da Marta mir also einen im Krankenhausgebäude empfohlen hatte, führte mein Weg dorthin. Nachdem ich dann nach einer Stunde Wartezeit auch ins Behandlungszimmer konnte, versuchte ich dann mich irgendwie mit der Ärztin zu verständigen, was ja immer nicht ganz so einfach ist, denn das fehlende Vokabular lernt man halt nicht in Schulen;)

Nachdem sie mir dann Fieber gemessen hatte, stand dann für sie fest, dass ich zunächst im Krankenhaus bleiben sollte. Nach erneuter unerträglicher Wartezeit wurde ich dann auch abgeholt und in die Notaufnahme gebracht. Dort fühlte ich mich dann sogleich als Schauspielerin in Grey's Anatomy oder Emergency Room. Mein Weg dort führte nämlich in eine kleine Box, die nur mit einem Vorhang abgeschirmt war. Dort musste ich dann in so ein schickes Designer-Krankenhaushemdchen und fand mich dann mit Tropf wieder. Ich versuchte direkt meine Gasteltern anzurufen, da ich ja nicht wie geplant Alexa und Carla abholen konnte, obwohl zunächst alle nur von 2 Stunden Aufenthalt sprachen. Als ich dann gegen 21 Uhr immer noch in besagter Box lag, kam dann auch meine Gastmutter, was mich schon ein bisschen beruhigte, denn durch das Schmerzmittel fühlte ich mich doch etwas beduselt und dann musste ich ja auch noch versuchen die ganzen Ärzte etc. zu verstehen. Marta, die wie immer sehr locker war, meinte, nachdem die tausende von Untersuchungen immer noch nicht zu ende waren, "Mh Ann-Sophie das sieht wohl so aus, als wär das unsere erste gemeinsame Nacht. Auch wenn ich die lieber mit dir in einer Disko oder so verbracht hätte". Und so kam es dann auch. Meine Box diente uns beiden als Nachtlager. Der Untersuchungsmarathon lief am Freitag weiter, bis ich dann gegen abend wieder aus dem Krankenhaus gehen konnte und mein Wochenende mehr schlafend als alles andere verbrachte. Leider schaffte ich es dementsprechend auch nicht am Sonntag den Papst zu sehen, der ja für einen Tag zur Sagrada Familia angereist war. Naja. letzten Endes war ich dann doch froh, dass es mir wieder besser ging.


In der vergangenen Woche mussten dann Marta, sowie ich die verpasste Arbeit wieder nachholen und dementsprechend schien die zeit nur so zu rennen. Außerdem hatte ich ja auch wieder ein neues Highlight als Ziel vor Augen-Katies und meine Reise nach Mailand!

Bevor ich mich dann Freitag auf die Reise machte, besuchte ich morgens mit der Oma, die unter uns wohnt meine neue Schule. Denn ich habe mich jetzt auch noch entschlossen Catalan zu lernen, was hier bei allen ganz gut angekommen ist. Neben der Neugierde mehr zu verstehen, sehe ich es auch als ein Zeichen des Respekts und Integrationswillen an. Also machte ich dann am Freitag morgen meine ersten Erfahrungen mit der örtlichen Sprache...Ja und es ist verdammt schwer und anders:P

Naja. Gegen 15 Uhr ging es dann mit der Metro von Terrassa aus. das Ziel hierbei war der Placa Catalunya in Barcelona. Dort wartete ich mal wieder auf Katie, denn pünktlichkeit ist nicht so ihr Ding...Dementsprechend mussten wir uns dann beeilen, den Transportbus zum Flughafen zu erwischen. Also erneut eine 30 minütige Fahrt. Im Flughafen angekommen, stellte sich heraus, dass alle unsere Bedenken Ryanair gegenüber unbegründet waren, denn zum Glück konnten wir ohne weitere Zwischenfälle einchecken.

Da uns noch Zeit verblieb, entschieden wir uns schnell noch etwas trinken zu gehen. Da aber das Personal in besagtem Café mehr als inkompetent war, verpassten wir fast unseren Flug (so dachten wir!) Nach geplanter Abflugzeit verblieben uns noch ganze 2 Minuten. Also sprinteten wir zum Gate. Doch dort stand iwas uns völlig unbekanntes auf dem Bildschirm. Dank W-lan stellte sich heraus, dass unser Flug mehr als 1 Stunde Verspätung hatte...Also nochmal Glück gehabt!

Nach 1 Stunde und 20 Minuten fanden wir uns dann auch schon in Bergamo am Flughafen wieder. Als wir das Flugzeug verließen, schreite Katie ersteinmal auf: sie liebt die Kälte! Und nach langer zeit konnten wir unseren Aten in der kalten Luft wieder sehen. Ich dagegen frierte mir schon einen ab. Spätestens dann wusste ich, dass ich das Wetter hier vor Ort bevorzuge. Naja. Auf ging es zum nächsten öffentlichen Verkehrsmittel: dem nächsten Bus. diesmal sollte die Reise 45 Minuten von Bergamo nach Mailand Zentrum dauern. Als wir uns dann dort wiederfanden, bemerkten wir, dass wir mit Katies I Phone nicht ins Internet konnten. Also mussten wir ganz altmodisch die Metrokarten studieren. Auf ging es dann mit der Metro zur Haltestelle. Dort stellte sich dann heraus, dass wir nicht zu der Wohnung gehen könnten, sondern diese nur mit der Straßenbahn erreichen könnten. Zu dieser Zeit war es dann bereits 23 Uhr und Katie begeisterte uns beide, indem sie verlauten ließ, dass ihr Gastvater keine Lebensmittel in der Wohnung hätte. Super und wir hatten Hunger bis unter beide Arme. Letzten Endes wareteten wir erneute 45 Minuten. Das hatte zur Folge, dass wir noch ganze 15 Minuten hatten in einem angrenzenden Lokal ein aufgewärmtes Sandwitch zu essen. In der Wohnung angekommen, stellte sich die Aussage des Gastvaters als wahr heraus: nichts aber auch absolut nichts Essbares war ausfindig zu machen! Gut. Also blib uns nichts weitere als Pläne für den kommenden Tag zu machen und dann letzten Endes auch erschöpft einzuschlafen. So ich muss jetzt zu meinem Castellano-Unterricht! Alles weitere folgt...

Machts gut! Adéu,
Ann-Sophie