Samstag, 6. August 2011

Tag fünf

Fünfter Tag, 04.08.2011
Heute war ein sehr guter Tag! Warum? Weil alles gepasst hat. Aber ganz von Anfang an. Also was ist passiert? Neben der üblichen Routine, bekam ich heute die Chance im Meer Schnorcheln zu gehen. Denn ansonsten habe ich immer diese Zeit, die die Erwachsenen genutzt haben, um den Fischen einen Besuch abzustatten, mit Carla und Alexa am Pool verbracht. Jedoch heute hat mir Carmen (groß) angeboten, dass sie auf die beiden aufpassen würde und so ging ich mit Marta, Pepe, José und Jorge zum Schnorcheln. Aber zum ersten Mal war ich so richtig schnorcheln-nicht so wie an der Costa Brava. Es ging los mit den Flossen, Thermoshirt, Brillen und Schnorchel. Und dann war es so weit. Wir schwammen bis zu einer Insel und dort konnten wir dann ziemlich viele Fische bestaunen. Wenn ich bis jetzt immer Angst vor Fischen hatte (und eigentlich auch vor dem Schnorcheln), so habe ich diese jetzt verloren und ich muss sagen ich mag das Gefühl so unter Wasser zu sein sehr gerne. Und wenn man dann in einem Fischschwarm verschwindet und stillhält, dann kommen die Fische fast bis an deinen Körper-das ist schon irgendwie cool! Außerdem hätte ich niemals gedacht, dass man so mit denen spielen kann, denn wenn man Glück hat, folgen einem die Fische. Ich muss sagen das Meer wird mir ziemlich fehlen.
Was ist dann noch passiert? Paco der Animateur fragte mich, ob ich Lust hätte Waterpolo zu spielen und da habe ich doch tatsächlich ja gesagt! Also gings auf und ich spielte mit meiner Mannschaft gegen Paula und Jorge. Und hier hatte ich doch tatsächlich wieder einen heiden spaß und ich erzielte drei Tore. Leider bekam ich auch einen ziemlich heftigen Schlag auf meine Nase, weshalb die jetzt etwas bläulich schimmert, genauso wie meine Beine. Nichtsdestotrotz war es wirklich richtig cool. Das Beste war, dass Carla mit Marta schwimmen war und als sie mich spielen sah, fing sie doch tatsächlich an mich anzufeuern. Das war richtig süß
Ansonsten habe ich gesittet, als Carla die Siesta hielt. Außerdem war ich auch am Abend mit den beiden Mädchen und Carmen und Jorge alleine-denn es war sozusagen „Elternabend“. Nachdem ich Alexa und Carla ins Bett gebracht hatte, hatte ich dann frei und das haben Jorge und ich genutzt, um nochmal ins Dorf zu gehen, wo wir einen guten Mojito getrunken haben. Leider durfte Carmen (klein) nicht mitkommen, denn sie ist sozusagen das „Schwarze Schaf“ der Familie. Sie würde zu gerne ausgehen und am liebsten das jeden Tag-so ist es kein Wunder, wenn sie sich einfach mal heimlich aus dem Haus schleicht, weshalb auch gerade der Grund ist, warum sie nicht ausgehen darf.
Also machts gut,
bis morgen
Deine Ann-Sophie

Donnerstag, 4. August 2011

Tag vier

Tag vier, 04.08.2011
Liebes Tagebuch,
was soll ich noch Neues berichten? Denn eigentlich passiert hier jeden Tag immer das gleiche. Morgens früh aufstehen, frühstücken, laufen gehen und dann am Pool den Tag abhängen und die Sonne genießen. Dem war auch heute so. Genau wie gestern war es heute wieder ein ziemlich heißer Tag, denn auch heute blieb der Wind aus.
Ansonsten verlief alles so wie gestern, nur dass wir heute, anstatt in Richtung Hafen, in Richtung Dorf unterwegs waren. Dorthin führt der Weg über die Promenade, die ich immer entlang jogge. Am Playa Blanca (dem einzigen Strand auf Lanzarote, der weißen Sand hat), haben wir heute chinesisch gegessen. Gerade Platzgenommen fing ein kleines Feuerwerk an, vom Strand zu leuchten. Das war wirklich schön. Ansonsten hat es mal wieder Stunden gedauert, bis wir fertig mit dem Essen waren, aber wie ich finde, ist es immer nett, so beieinanderzusitzen und zu quatschen. Aber als kaum zu übertreffendes Highlight des Abends war unumstritten der Flamenco-Kleid-Kauf von Carmen für Carla und Alexa. Die beiden fühlten sich in diesen Kleidern natürlich direkt wie eine echte Diven und praktizierten ihre Tänzchen auf der Promenade, während Pepe dabei in dem Boden versank, da er, bis heute, es immer verboten hatte diese Kleider zu kaufen. Naja aber es gab kein Zurück mehr. Außerdem war es wirklich süß zu sehen, wie hübsch und besonders sich die beiden darin gefühlt haben. Nicht umsonst sagt man ja „Kleider machen Leute“.
Gegen 23 Uhr machten wir uns dann schnell wieder auf den Rückweg zum Hotel, denn dort sollte heute eine Reptilienvorstellung stattfinden, die es natürlich nicht zu verpassen galt. Also wurde sich in die von Engländern überflutete Bar gequetscht, um die Schlangen und Leguane zu bestaunen. Das typische Touristenprogramm halt. Ansonsten gab es wieder den traditionellen abendlichen Gin Tonic und damit haben wir dann auch den Tag erneut abgeschlossen. Jetzt ist es hier 24:43 und Carmen („klein“), Alexa und ich sitzen immer noch hier auf dem Sofa und schauen „Kungfu Panda“. Hoffentlich komme ich morgen gut aus dem Bett, denn ich will auf die morgendliche Runde entlang am Meer nicht verzichten! Also machts gut! Wir lesen uns morgen.
Bis dann,
Ann-Sophie
PS: Jetzt verbleiben mir noch ganze 10 Tage hier auf Lanzarote und 11 bis ich meine Familie in der Toskana wieder sehe!

Mittwoch, 3. August 2011

Tag 3

02.08.2010, Tag drei
Liebes Tagebuch,
heute hat mein Tag ziemlich früh angefangen, denn ich hatte mir fest vorgenommen heute Morgen entlang der Küste zu joggen. Und so kam es dann auch. Ich machte mich für meine Verhältnisse früh (und zwar gegen 9 Uhr) auf den Weg…wie sich herausstellte jedoch viel zu spät, denn es fing bereits an ziemlich heiß zu werden. Außerdem öffneten die ersten Restaurants (die hier alle aneinander gereiht sin), wodurch mir ein Gerüchtecocktail vom feinsten (oder auch nicht) in die Nase strömte. Also morgen geht’s früher los! Aber ansonsten ist es natürlich schon schön so am Meer entlangzulaufen (auf der Promenade). Das hat schon Ambiente, an das man sich gewöhnen könnte.
Heute war, im Vergleich zu den vergangenen Tagen ein heißer Tag, denn es herrschte nur wenig Wind, wodurch die leichte Abkühlung durch diesen ausblieb. Da Carla und Alexa richtige Fische und nur schwer vom Wasser fernzuhalten sind, war ich heute bestimmt zwei ununterbrochene Stunden mit ihnen im Pool, denn Marta und Pepe wollten im Meer schnorcheln-so war ich also mit beiden alleine und wir hatten einen Heidenspaß im Pool.
Ich habe ja bereits schon von Paco berichtet (oder nicht?) das ist der diesjährige katalanische Animateur und er berichtete mir heute, dass es ein Angebot geben würde, im Pool das Tauchen mit einer Sauerstoffflasche auszuprobieren. So nahm ich doch tatsächlich daran teil. Wie sich dann schnell herausstellte, kam der Tauchlehrer aus Koblenz, weshalb ich mal wieder Deutsch von Person zu Person reden konnte, was ziemlich lustig war. Und ja! Das Tauchen, auch wenn nur im Hotelpool war unglaublich. Ich hatte vorher ein wenig Bedenken, denn das Schnorcheln hat mir am Anfang nicht so leicht gefallen und ich dachte mit so ner Flasche auf dem Rücken, würde es schwierig werden. Aber nichts da. Es ist total einfach und eigentlich auch seltsam, unter Wasser atmen zu können. Am liebsten hätte ich Runde um Runde gedreht, aber Marta meinte bereits, dass ich mal mit ihnen gehen kann, denn sie sind leidenschaftliche Taucher! Super. Ich hätte echt nicht gedacht, dass mir das so viel Spaß bereiten würde.
Ansonsten ist heute die galizische Familie angekommen und die sind eigentlich alle sehr nett. Auch heute waren wir wieder dort essen, wo wir gestern waren, denn Carmen (die Mutter) wollte unbedingt dort hingehen. Jetzt gibt es Martas berühmte Gin Tonics und gallizische Mandeltorte.
Machs gut und bis morgen
Deine Ann-Sophie

Dienstag, 2. August 2011

Tag zwei

01.08.2011, Tag zwei
Liebes Tagebuch,
gerade kommen wir vom Essen am Hafen wieder, nun legen Pepe und Marta die Kinder ins Bett und ich habe etwas Zeit dir von dem heutigen Tag zu berichten. Also was haben wir heute großartig gemacht? NICHTS. So wie sich das für einen Urlaub zum Ausruhen gehört. Gegen 10 Uhr sind wir aufgestanden, haben schnell etwas gefrühstückt, und uns dann auch schon schnell auf dem Weg zum Pool gemacht, denn der tägliche Liegen-mit-Handtuch-Reservierungs-Marathon ist hier zu bestreiten. Es folgte ein schöner ruhiger Tag am Pool, den ich hauptsächlich zum Lesen nutzte und somit mein erstes Buch schon durchlas. Ansonsten ging es zum Spielen mit den Mädels in den Pool. Das Wetter war wirklich super, denn es ist angenehm von der Temperatur und zudem herrscht ein ständiger Wind, der einem das Gefühl gibt, dass es gar nicht so warm ist, was natürlich ziemlich gefährlich sein kann. Im Laufe des Tages schwillt jedoch dieses morgendliche „Lüftchen“ zu einem Wind an, der einem die Haare mächtig durch die Gegend fliegen lässt, und auch ein abendliches Abkühlen gewährt, was ziemlich angenehm ist, denn so kann sich der Körper gut von der täglichen Hitze erholen-und natürlich lässt es sich auch einfacher schlafen.
Ansonsten haben die Mädels heute „Paco“ kennengelernt-ausgerechnet ein katalanischer Animateur, was super ist, denn so haben die beiden heute etwas Zeit mit ihm und anderen Kindern verbracht, wodurch wir natürlich eine kurze stille Pause hatten.
Aber eins ist auf jeden Fall sicher, langweilig wird es wohl am Pool niemals werden, denn, Lanzarote ist eine Insel der „Giris“ so werden sie unter den Spaniern genannt-wir nennen sie auch liebevoll Inselaffen. Und hiervon gibt es eine Menge. Strenggenommen sind wir momentan (OK, ausgenommen mir) die einzigen Spanier hier in der Anlage-und genau das macht das ganze spannend. Ich schwöre bei allem was mir heilig ist, dass ich noch nie in meinem Leben so viele Rotschopfe auf einem Platz gesehen habe. Und ja! Alle Vorurteile haben sich bestätigt. Neben den roten Haaren, die schreiend helle Haut (oder auch schreiend ROT), die fetten Sonnencreme-Schichten, die, wenn sie im Wasser sind, noch weißer färben und und und. Schon interessant muss ich sagen! Also eins sei gewiss-ich hatte einen Heidenspaß.
Was ich nun aber zu der Insel an sich sage? Dazu kann ich bis jetzt leider nur von der Fahrt ausgehend vom Flughafen zum Hotel ausgehen-und das hat mich kaum großartig umgehauen. Na klar ist das schon Wahnsinn, wenn man die Unmengen an Lava-Resten umherliegen sieht, denn es wurden einfach Straßen auf diesen gebaut, sodass rechts und links nichts von diesen steht. Nur ab und zu passiert man das ein oder andere Haus. Aber ansonsten ist alles braun/schwarz-ohne Pflanzen, Bäume-nur Gestein. Ansonsten muss ich aber sagen, dass die Anlage ganz nett gelegen ist, wie gesagt man kann das Meer von hier aus sehen. Auch ein kleiner Hafen, wo wir heute Abend auch essen und spazieren waren, ist sozusagen vor unserer Haustür. Es ist alles ziemlich touristisch, weshalb man sich eigentlich kaum vom Pool bewegen müsste, das finde ich nicht so schön und eigentlich passen diese bunten Lichter und Einkaufszentren etc. gar nicht in die sonstige schlichte Umgebung. Aber naja. Was solls. Morgen soll angeblich ein kleiner Markt im Hafen aufgebaut werden und ich werde sicherlich mal dort vorbeischauen. Zudem kommt morgen die galizische Familie an, mit der sich Pepe und Marta jeden Sommer hier treffen. Diese haben zwei Mädchen und einen Jungen, allerdings schon größer, der Junge ist glaube ich ein Jahr jünger als ich oder so. Mal schauen wie diese so sind.
So ich denke, jetzt müssten die beiden schlafen und ich kann mich auch in unser Zimmer wagen. Machs gut, wir sehen uns morgen wieder.
Deine Ann-Sophie





Tag eins

31.08.2011, Tag eins
Liebes Tagebuch,
heute Morgen sind wir gegen 7.30 Uhr aufgestanden, um die letzten Vorbereitungen zu erledigen, damit wir beruhigt in unseren letzten gemeinsamen Urlaub starten konnten. Dabei kümmerte sich jeder um seine ihm zugewiesene Aufgabe. Meine war die „Bikini-Zubereitung“. Wenn ich mich recht entsinne hatte ich euch schon einmal von diesem „false friend“ berichtet (es handelt sich hier um Sandwiches, die in einer Pfanne zubereitet werden). So stand ich also um 7.30, wie Spongebob Schwammkopf, in der Küche und wendete brav ein Sandwich nach dem anderen-dabei händelte ich drei Pfannen, damit wir auch pünktlich fertig werden würden.
Danach wurde es dann ernst: die letzten Koffer wurden geschlossen und ins Auto verfrachtet und dann ging es um 8.15 Uhr Richtung Flughafen, naja eher Parkplatz, von dem wir mit einem Shuttle-Bus zu diesem gefahren wurden. Anders als die vergangenen Male flogen wir diesmal von Terminal 1 (dem neueren Flughafen) los, wo ich zuvor noch nie gewesen war. Leider hatten wir einen „schlechten“ Tag zum Fliegen erwischt, denn wir mussten uns durch riesige Menschenschlangen kämpfen, um unser Gepäck aufzugeben. Aber ansonsten lief eigentlich alles so weit glatt. Im „duty-free-Bereich“ angekommen, mussten wir Gin kaufen (für Martas berühmt berüchtigte Gin Tonics), Wasser, Bücher und Malbücher. Warum ich das genau so aufliste? Naja das war letzten Endes der Grund, warum Marta offiziell im Flughafen durchgerufen wurde, denn auch wenn wir uns bereits auf dem Weg zu unserem Terminal gemacht hatten, waren wir auf Grund der magischen Anziehkraft dieses enormen Shoppingparadieses aufgehalten worden. So kam es also dazu, dass wir als aller letztes boardeten, Aber letzten Endes war auch das kein Problem, denn wir haben noch alles zeitig geschafft. Was leider „auf der Strecke“ blieb (im wahrsten Sinne des Wortes), war Carlas Lieblingsrucksack-der mit dem Elefantengesicht. Tja den haben wir leider irgendwo zwischen Bücherladen und Flugzeug verloren. Zum Glück hatte sie aber ihr Lieblingskuscheltier im Arm, weshalb das Ganze zu verkraften war.
Gegen 11 Uhr hob sich dann das Flugzeug in die Luft und es folgte ein reibungsloser, dreistündiger Flug in Richtung Kanaren. Dort angekommen hatten wir eine ziemlich holperige Landung-nicht etwa wegen Unvermögen des Pilotens, sondern wegen dem enormen Wind, der vorherrschte.
Mit dem Großraumtaxi ging es dann nochmal ca. 20 Minuten in Richtung „Playa Blanca“, wo wir in einer Apartmentanlage untergebracht sind. Dort angekommen, richteten wir uns in ein ziemlich großes, etwas amerikanisch wirkendes Apartment für sechs Personen, ein. Marta, Pepe und Carla schlafen in einem und Alexa und ich in einem weiteren Schlafzimmer auf der oberen Etage. Auch die Anlage an sich ist ganz nett und familienfreundlich erbaut. Das absolute Highlight ist die Poollandschaft, denn auch wenn der Hauptpool gar nicht so groß ist, hat man von dort einen Blick aufs Meer. Zudem gibt es neben dem Hauptpool noch zwei für Kinder und einen Whirpool.
Also jetzt geht’s ab ins Bett, um dann morgen den ersten richtigen Ferientag angehen zu können. Machs gut und bis morgen!
Deine Ann-Sophie








Sonntag, 31. Juli 2011

"Pocketful of sunshine"

Echte Fründe... Geburtstag von Bettina und gleichzeitig leider auch Abschiedsfeier


wie man sieht wars ein toller Abend und wir hatten viel Spaß..."la gente está muy loca"



Alle zusammen auf Katies Terrasse:)


Geburtstagskind darf die Kerzen auspusten


Katies wunderbare Törtchen Das ist unser Ausflug mit Catalan nach Montserrat...hier ging es mit einer Seilbahn nach ganz oben ahhhh


Gloria-eine Mitschülerin, kommt ursprünglich aus Bolivien (wir sind oben auf dem Berg angekommen)


wahnsinnige Aussicht





tolle Naturschauspiele



die Wanderwege waren nicht immer sehr einfach....


...geschweige denn sicher, und ich war mit Sandalen unterwegs;)


... aber für die Aussicht hats sichs gelohnt

das ist die berühmte schwarze Maria-die Jungfrau Cataluniens (Montserrat)


Tamariu






"Hafen" von Tamariu

Samstag, 30. Juli 2011

Wo ein Ende ist, ist auch ein Anfang




Hola amigos,
also hier ist der letzte Eintrag aus Terrassa. Denn heute war/ ist mein letzter Tag hier in Barcelona. Morgen um 8 Uhr geht’s in Richtung aeropuerto-dem Flughafen. Gegen 11 Uhr werden wir uns dann auch schon in der Luft in Richtung Lanzarote befinden, um dort die letzten zwei Wochen zusammen zu verbringen. Denn ich werde bereits am 14. August wieder zurück nach Barcelona für einen Tag fliegen, um dann am 15. August endlich meine Reise in Richtung Rom und dann Toskana anzutreten, auf die ich mich schon wahnsinnig freue (16 Tage) denn dort werde ich endlich meine Familie und Carlo wiedersehen.
Also soweit erst einmal zur Zukunft. Nun aber wie versprochen der Bericht aus der Vergangenheit. Denn beim letzten Mal habe ich ja nicht alles berichtet. Also aufgehört hatte ich bei der Rückfahrt Sonntagabends von Tamariu zurück nach Terrassa. Am nächsten Tag ging es dann wieder in Richtung Barceloner Flughafen, von wo ich zu Carlo fliegen konnte, da ich eine zusätzliche Ferienwoche bekommen habe (wegen der Betreuung von Alexa). Also konnte ich noch ganze 7 Tage in der Toskana genießen. Obwohl mir das anfangs ziemlich schwer fiel-kaum zu glauben was? Doch auch wenn ihr es in Deutschland ziemlich herbstlich habt, herrschten die ersten Tage während meines Toskana-Aufhalts tagsüber 45 Grad. Das war auch ich gar nicht gewöhnt und ich kam ganz schön ins Schwitzen, denn hier in Barcelona hatten wir eigentlich immer zwischen 30-35 Grad. Dementsprechend haben wir uns eigentlich hauptsächlich im Pool aufgehalten, wo es sich doch ziemlich gut aushalten lässt.
Nunja was soll ich sagen? Italienisch wird meine neue Sprache, die ich angehen werde. Schon lustig, wenn man bedenkt, dass ich wirklich zwischen Spanien und Italien hin- und herüberlegt habe (also als Au-Pair-Jahr-Ziel;)). Aber was wirklich klasse an Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch oder Catalan ist, ist die enorme Ähnlichkeit. So kann ich also mit in der italienischen Familie super leben, denn ich verstehe so ziemlich viel. Das ist auch wichtig, denn wie auch hier in Spanien, gibt es wenige Leute, die Englisch beherrschen. Aber zum Glück, spricht Carlos gesamte Familie fließend Englisch, was doch alles ziemlich erleichtert. Außerdem bin ich auch schon fleißig am Lernen, denn dank dem letzten Päckchen aus Deutschland habe ich jetzt eine angemessene Urlaubslektüre-Rätsel um Italienisch zu lernen! ;)
Was gibt’s sonst noch zu berichten? Neben dem Pool waren wir, wie auch schon beim vergangenen Mal noch am Meer. Bepackt mit einem Zelt ging es wieder in das kleine nette Hafenörtchen- Castiglione de la Pascaia, wo es einen sehr guten Zeltplatz gibt.
Wieder zurück in Castilgione Fiorentino (dem Heimatsort von Carlo) waren wir mit ein paar Freunden (unter denen sich auch ein AuPair befindet;)) in einer Disko-aber keiner gewöhnlichen. Diese ist eher gesagt eine Villa (so heißt sie auch). Eine Villa, die einfach nur zum Party machen da ist. Mit Pool und allem Drum und Dran. Zudem ist sie auch noch in verschiedene Bereiche-mit dem entsprechenden Musikgeschmack eingeteilt. Das war wirklich cool-wie in einem Film.
Ja ansonsten, was sagt man sonst noch zu einem Italienaufenthalt? Was darf nicht vergessen werden? Genau das Essen! Ein Lob an Carlos Mutter (Gabriela), die wirklich sehr gut kocht! Da kann ich mit meinen Kochkünsten einpacken;)
Tja und dann ging es auch schon wieder in Richtung Terrassa. Vor mir lagen nun also noch die letzten zwei Wochen mit den Kids. Eine mit Alexa alleine und die zweite auch mit Carla. Diese haben wir sehr gut rumbekommen und noch eine Menge an Spaß gehabt!
Einige von euch wissen ja schon von dem Erinnerungsbuch, das ich für die beiden Mädchen gemacht habe. Dieses beinhält Fotos von uns dreien oder auch mit Louis und die Lieder, die uns in der Zeit begleitet haben etc. Dieses habe ich am Freitag den beiden geschenkt und sie waren hin und weg. Das Geschenk ist wirklich gut angekommen und ich denke, so werden sie mich auch nicht so schnell vergessen. Alexa meinte zu mir „ Ann-Sophie, dieses tolle Geschenk wird immer, so wie du, in meinem Herzen sein“. Da muss ich schon sagen, war ich sehr gerührt, denn schließlich stammt dieser Satz von einer 6-jährigen (dazu muss man sagen, dass ich-auf Grund eines Streits am Vortag nicht mehr ihr AuPair war;)).
Außerdem war dieser besagte Freitag MEIN FREITAG: auch hier schließt sich wieder der Anfangs-Ende-Kreis, denn wie auch an meinem ersten Tag hier in Terrassa, waren wir unten bei den Großeltern zum Essen eingeladen worden (es war auch gleichzeitig Martas Namenstag). Denn an diesem Tag hieß es auch für mich von der Familie zu verabschieden. Als ich wieder nach oben in die Wohnung kam und eher zufällig die Mails checkte-bekam ich doch tatsächlich eine Zusage von der Heidelberger Universität, dass ich zum Wintersemester dort anfangen könnte Jura zu studieren! Ich bin ausgeflippt vor Freude! Und eigentlich kann ich es immer noch nicht wirklich glauben.
Im Anschluss ging es ins Fitnesstudio (mit integrierten Schwimmbädern)-denn Alexa besuchte in den vergangenen zwei Wochen einen Intensiv-Kurs für Synchronschwimmen, da sie damit im kommenden Schuljahr anfangen wird. Das haben Marta, Carla und auch ich genutzt, um ein wenig Sport zu betreiben. Also ging es auch diesen Freitag dort zusammen das letzte Mal hin.
Nach dem Schwimmen brachte mich Marta dann zu meinen zwei Freundinnen aus meinen Catalan-Stunden, die für mich ein Abschieds-Abendessen hergerichtet hatten. Das war wirklich super schön und ich habe mich total gefreut. Gegen ein Uhr abends war dann der Verabschiedungsmarathon so weit beendet.
Der heutige Tag-Samstag war eigentlich von Vorne bis Hinten dem Kofferpacken gewidmet. So sind wir gerade erst fertig geworden. Für mich hieß dies allerdings auch, mein Zimmer hier auf-und vor allem AUSZURÄUMEN. Wahnsinn, was sich alles so in einem Jahr anstaut!
Naja soweit wisst ihr nun Bescheid. Ich hoffe ich kann euch demnächst vielleicht von Lanzarote aus mehr berichten. Ich wünsche euch eine schöne Ferienzeit und vor allem besseres Wetter. Aber wie schon gesagt-auch hier in Terrassa bzw. Barcelona lässt der Sommer sich nicht oft blicken. Erst heute hatten wir ein riesen Gewitter (und ich musste zum Supermarkt und vollbepackt durch dieses wieder zurück)
Also die allerliebsten (und vielleicht auch letzten) Grüße aus Terrassa!
Eure Ann-Sophie