Sonntag, 6. Februar 2011

A BAILAR!

Was ein vermeintlich ganz „normaler“ Schultag alles so mit sich bringen kann, zeigte sich in der vergangenen Woche. Wie gewöhnlich hatte ich mich Mittwochsmorgens nichtsahnend auf den Weg zu meinen Catalán-Stunden gemacht. Dort besprachen wir gerade das Thema „Nachrichten“ und da wir einen ziemlich jungen und somit sehr engagierten Lehrer haben, entwarfen wir jeweils einen eigenen Nachrichtentext und zeichneten „unsere eigenen“ TV-Nachrichten auf. Während wir also mitten im Dreh waren, kam plötzlich eine Englischlehrerin in unsere Klasse (bei dieser nimmt meine Host-Oma am Englischunterricht teil). Denn es fand eine Abschiedsparty im Englischkurs statt. Ob wir nicht kommen wollen würde. Wieso? Da der Mann, der sich verabschiedete ein bekannter Tänzer ist. Da in dem Englischkurs ansonsten vorwiegend Frauen dominieren, musste also dieser seine Flamenco-Künste zum Besten geben.
Klar das konnten wir uns ja nicht entgehen lassen, zumal ich so etwas zuvor noch nie gesehen hatte. Da stand also dieser geschätzte 1,65 Meter-Mann und trampelte auf dem Boden rum, schnipste, klatschte oder wirbelte verrückt mit seinen Händen rum und um die Senoritas um ihn herum war es dann sofort geschehen.
Nachdem er also eine Zeit lang alleine getanzt hatte, wollte er also eine Tanzpartnerin haben. OO das konnte nicht gut gehen! Also sah ich dann diesen Tänzer gefährlich nah auf mich zusteuern….“Also wenn Jemand hier mit mir Erbarmen hat, dann möchte dieser jetzt bitte den Boden unter mir öffnen!“ So waren meine Gedanken. Aber nein-kein Einsehen. Schwups hatte er mich schon auf die Tanzfläche gezogen. Also befand ich mich umringt von meiner Sprachenschule und hatte keinen blassen Schimmer was ich jetzt machen sollte. Gut irgendwie muss ich verrückt mit den Armen herum wedeln und etwas die Hüften schwingen. Ich sage euch-es war wirklich schrecklich! Zudem hatte mein Lehrer auch nichts anderes zu tun, als die zuvor gebrauchte Kamera (für unsere Nachrichten) auf uns zu halten und meine tollen ersten Versuche in Flamenco festzuhalten… Außerdem müssen diese Tanzversuche schrecklich ausgesehen haben, da ich viel größer als der besagte Lehrer war, was uns erheblich bei den Drehungen störte, da ich einmal sogar volle Kanne mit meinem Arm gegen seinen Kopf geschleudert wurde. Tja! Also nach dieser vermeintlich ruhigen Catalán-Stunde hatte ich zwar keine neuen Vokabeln gelernt, aber dafür fürs Leben-aus mir wird keine große Flamenco-Tänzerin und bestimmt auch kein Flamenco-Fan. Zunächst einmal habe ich genug davon! ….
Ich hoffe ihr habt euch ein wenig meine tollen Tanzversuche vorstellen können 
Eure Ann-Sophie

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ann-Sophie, das hört sich doch fein an! Also eins ist sicher- deine Hüften kannst du schwingen und mit den Händen albern rumfuchteln kann glaube ich jeder ;)
Aber als ich es gelesen habe, hatte ich Erbarmen mit dir, ich habe auch nach dem Hebel gesucht, der den Boden unter dir öffnen sollte, doch ich habe ihn einfach nicht gefunden, vielleicht auch weil der Gedanke daran- du mit Monsterzwerg tanzend...der ist schon gut :)
A2