
Kennt ihr das?
Manchmal gibt es Punkt im Leben, an denen man denkt, dass man alles hat, kommt ein Wendepunkt und man verliert alles?! So ging es mir vergangenen Freitag. Es hätte ein so perfekter Tag werden können:
* Ich hatte ganze 5 Tage frei, die ich in Barcelona verbringen konnte, da meine Gastfamilie nach Santiago de Compostela würde. Super! Also war das der perfekte Zeitpunkt, dass Carlo mich besuchen kommen würde. Donnerstagabend ging es dann also in Richtung Barcelona, wo wir in einem super Hostel eincheckten. Abends feierten wir in den Geburstag von Katie rein. Was nimmt man zu solch einem Anlass mit? Eine super schöne Clutch, ein Portemonnaie, mein BlackBerry, meine Kamera, die Schlüssel etc. An diesem abend nahm ich auch alles wieder komplett mit ins Hostel. An diesem abend kann ich keine Verluste beklagen.
Doch dann besagter beschissener Tag. Naja eigentlich eher Nacht….Denn der Freitag versprach so schön zu werden. Super Wetter, die Geburtstagsparty von Katie, zu dem sich die gesamte AuPair-Schar angemeldet hatte etc. Klasse!
Also wenn es hier in Spanien heißt feiern zu gehen, dann beinhält dies, dass man sich zuvor richtig fertig macht. Also heißt dies: Kleid, Clutch, hohe Schuhe, Make-Up, Haar….Dementsprechend hatte ich mich also auch fertig gemacht. Zudem durfte auch an diesem abend meine gelibte Liebeskind Clutch nicht fehlen. Zunächst wollte ich auch mein Liebeskind Portemonnaie mitnehmen, in dem sich natürlich meine gesamten Papiere befinden, sowie meine EC-Karten. Im letzten Moment entschied ich mich dann jedoch dagegen. Nein-doch lieber ein kleineres Portemonnaie mit Geld, U-Bahn-Karte und Schlüsseln.
Ab gings- in Richtung Katies neuer Wohnung. Man. Wir hatten alle mal wieder richtig Spaß zusammen. Alle AuPairs vereint (naja leider gibt es nun mehr Ex-Aupairs als arbeitende AuPairs in unserer alten AuPair-Runde…ja! Das ist wahr, jedoch dass dieses Programm zu solchen imensen Problemen führen könnte, hätte ich mir niemals vorstellen können….) Katie hatte ein richtiges Essen für uns vorbereitet und wir alle genossen den abend zunächst auf ihrer Terrasse.
Gegen 2 Uhr machten wir uns dann auf in Richtung Mary’S Place, was inzwischen Veerles, Katies und mein Lieblingsclub geworden ist (naja nun ists meiner gewesen). Dort stoß auch noch unser Hostelbesitzer zu unserer kleinen Partygemeinschaft und wir hatten einen Heidenspaß. Ja lasst mich überlegen, bis ungefähr 5 Uhr morgens. Meine Kamera glühte schon vor Überanstrengung, da alle wie üblich mal wieder meine benutzen, um den Abend bildlich festzuhalten. Tja gegen 5 Uhr wollte ich dann meine Tasche schnappen und da war sie dann auch schon weg! Könnt ihr euch das vorstellen? Da stehen wir doch alle an einem Stehtisch, meine Clutch liegt auf dem Stehtisch und alle sind um diesen versammelt und dann ist sie weg? GEKLAUT. JA! Den gesamten morgen durchsuchten wir die kleinsten Winkel des Clubs, doch nichts zu machen! GEKLAUT. Alle die mich kennen, wissen wie ich reagiert habe. Ich bin erstmal zusammengebrochen. Mein Verlust???
*meine Liebeskindclutch
*meine Kamera!
*mein Black Berry
*die Schlüssel des Hostels
*ungefähr 80 Euro
*mein Schal
*mein Make-Up
*mein Portemonnaie
Genau in diesem Fall kann man von einem 1000er sprechen, der mich dieser Abend gekostet hat. Klasse! Da stehe ich in Mitten Barcelona ohne Geld, ohne Handy, ohne Schlüssel….Hammer!
Jedoch mit etwas Abstand und rationalem Denken, bemerkte ich, dass ich letzten Endes ja doch noch Glück im Unglück (wie immer) hatte. Denn zum Glück, hatte ich mich gegen mein Portemonnaie entschlossen, in dem sich meine Papiere und meine EC-Karten befinden! Dios mío! Gracias!
Am nächsten Tag führte nun also mein erster Weg aufs Polizeirevier. Dort machte ich dann eine Anzeige gegen unbekannt und konnte eigentlich mich schon mit dem Gedanken anfreunden, dass ich diese verlorenen Sachen nicht mehr wiederbekommen würde. Mierda!
Wenn ich genau Bilanz von der vergangenen Zeit ziehe, dann komme ich zu dem Schluss, dass mir jeden Monat doch irgendeine Scheiße passiert ist. Ich weiß, dass ich damit meine ganze Familie und Freunde in Deutschland wirklich an den Rand des Verzweifelns bringe, das weiß ich. Aber glaubt mir, das ist nicht meine Absicht! Also macht euch keine Sorgen um mich. Mit etwas Abstand kann ich mich doch glücklich im Unglück bezeichnen. Denn der Diebstahl hätte beispielsweise auch schlimmer ablaufen können. Man hätte mir die Tasche beispielsweise mit Gewalt entwenden können. Also…es geht MIR gut. Was ich verloren habe ist „nur“ Geld und es gibt weitaus wichtigeres!
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