Hola Queridos!
Also als aller erstes möchte ich mich hier an dieser Stelle rechtfertigen. Nein ich war nicht zu faul meinen Blog zu erneuern, sondern ich hatte schlichtweg einfach keine Zeit dazu. Aber wenn ich mir von allen anderen die Blogs ansehe, dann kriege ich ja schon ein schlechtes Gewissen, deshalb hier die Erklärung für die lange Pause:
Wenn ich an die Vorweihnachtszeit in Deutschland denke, was ich hier in Spanien ziemlich oft getan habe, dann hat sich mein Blickwinkel ziemlich geändert. Kleine Dinge wie die Weihnachtsdeko im Haus, darunter ganz besonders der Adventskranz und das Tollste daran: Die wöchtentlichen Sonntags-Frühstücke. Ja es gibt viele Traditionen, die man zwar auch in Deutschland ziemlich gern hat, aber erst im Ausland zu schätzen lernt. Nach wie vor habe ich immer noch große Probleme damit, bzw. kann ich es nicht verstehen, dass die Familie sich so gut wie nie zusammensetzt und zusammen isst. Denn das ist doch das Leichteste der Welt, um ein Familienleben aufrecht zu erhalten. Aber naja. Also auch wenn es sich immer wieder verrückt anhört, da ich ja „nur“ in Spanien bin, aber es ist so was von anders hier!
Aber zurück zu der deutschen Weihnachtsidee von Besinnlichkeit….Davon durfte meine Gastfamilie so wie ich mit dem ersten Dezember sofort vergessen. Denn da fing eigentlich die Härteste Zeit meines ganzen Aufenthalts an! Pünktlich zur Weihnachtszeit also wurden zunächst abwechselnd die beiden Mädchen krank. Das bedeutete also für mich: Zuhausebleiben und Babysitten. Das war ja noch auszuhalten und hat nochmals für eine Annäherung zwischen Carla und mir gesorgt, für die ich doch sehr dankbar war. Aber Gesundheitlich war es alles andere als erfreulich, während Alexa also nur mit einer Grippe kämpfte, wurde Carla richtig krank, denn sie vertrug das verschriebene Medikament nicht und es wurde echt gefährlich.
Nunja. Für die gesamte Familie lag ja auch eine anstrengende Zeit hinter ihnen. So zum Beispiel waren die Eltern vor ihrer Padel-Center-Eröffnung (Padel ist eine Mischung aus Squash und Tennis) jeden Tag bis abends 11 oder 12 Uhr nicht zu Hause. Das bedeutete wiederrum für mich, dass ich morgens die Kinder aufweckte, fertig machte und zur Schule brachte, den üblichen Tagesablauf erledigte und dann abends die Kinder ins Bett brachte. So sahen sie also ihre Eltern kaum bis gar nicht.
Bei den ganzen Bazillen zu Hause und dem gesamten Stress war es dann auch kein Wunder, dass Marta krank wurde. Zunächst gingen wir auch nur von einer Grippe aus. Sie verbrachte also die meiste Zeit im Bett. Wärend diesen Tagen (die auch noch frei waren) konnte ich mir also dann die Arbeit mit Pepe teilen, der (Entschuldigung, das soll nicht eingebildet klingen) aber leider gar nicht damit klarkam. Wenn ich ein wenig Freizeit hatte und in die Stadt ging oder desgleichen, bekam ich des Öfteren Telefonanrufe oder SMS, in denen er nach der Menge von Medizin nachfragte, wo sich diese befände etc. Bevor ich jedoch raus ging, fragte er mich ebenso oft „WIE? WIE jetzt? Du willst jetzt gehen?“ SO versicherte ich ihm also, mich nicht aus Terrassa zu wagen, sodass ich immer vor Ort sei. Zu allem Überfluss bekam ich dann an besagtem Sonntag eine SMS. Ich musste wieder zurück und helfen. Wie sich herausstellte musste Pepe weg, da sein Opa verstorben war. Am nächsten Tag hielt er dann eine weitere „Überraschung“ bereit. Er hatte nun auch eine Bronchitis. Zudem wollte Marta einfach nicht mehr gesund werden, was sie schon komisch fand, da sie immer nur 3 Tage krank sei. Also folgte ein Gang ins Krankenhaus. Dort stellte sich heraus, dass sie eine Lungenentzündung habe, was noch schlimmer war, da sie nur noch eine halbe Lunge hat, da sie bereits einmal einen Tumor dort hatte. Dementsprechend war also eine ziemlich traurige Stimmung, da alle um sie besorgt waren. Zudem musste ich dafür sorgen, dass die Kinder nichts davon mitbekommen und die Eltern so weit wie möglich in Ruhe ließen, was sich umso schwerer gestaltet, wenn sie diese lange Zeit kaum gesehen hatten und diese sich nun im Schlafzimmer aufhielten…
Aber nicht genug, dass also die Eltern schon verhindert waren, auch unsere Putzfrau kam komischer Weise nicht. Also lebten wir in diesen 3 WOCHEN!!!! In einem reinsten Chaos. Und ich versuchte so gut wie möglich alle Rollen einzunehmen. Also war ich gleichzeitig Elternersatz, musste die Einkäufe erledigen( Könnt ihr euch das vorstellen was das bedeutet? Ansonsten werden uns diese immer ins Haus geliefert, aber ich erledigte das zu Fuß:D), Ärztin und alles was es sonst noch gibt….
Das einzige was mich wirklich noch Tag für Tag aufmuntern konnte, war Mamas alljährlich selbstgebastelter Adventskalender! Der war wie jedes Jahr wirklich klasse, aber dieses Jahr doch noch besser, denn er kam unverhofft per Post an und enthielt einige Highlights Dafür also nochmals Danke!
Aber nicht genug, dass ich schon so besorgt war, da ich ja bereits einen Flug nach Hause gebucht hatte, waren also die vorhandenen Bazillen auch zu viel für mich und ich wurde ebenfalls krank. Also blieb erneut nur ein Gang ins Krankenhaus übrig. Dort stellte sich dann heraus, dass auch ich eine Bronchitis hatte, na klasse! Morgen sollte es doch wieder in Richtung Hückeswagen gehen, in dem die Temperaturen eh schon so rosig aussahen (hier herrschen doch immer noch 20° nachmittags vor!)…
Mit weiteren weihnachtlichen Anekdoten geht’s im nächsten Post weiter,
Hasta pronto! Eure Ann-Sophie
1 Kommentar:
Hey Ann-Sophie
Ich wünsch dir erstmal ein frohes neues Jahr und alles Gute fürs Jahr 2011 ;)
Hattest die letzte Zeit ja wirklich alle Hände voll zu tun, aber du hast ja echt alles noch super hinbekommen!
Machs gut, man schreibt/spricht sicherlich nochmal,
besos,
Lukas
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