Sonntag, 9. Januar 2011

Nochevieja-la noche de las uvas

Auch am nächsten Tag fand ich mich sofort wieder im AuPair-Alltag wieder. Zudem musste alles für die „Nochevieja“ also Silvester vorbereitet werden! Da wir also nicht in den Ski-Urlaub fahren konnten, da bedingt durch die Krankheiten für dessen Planung keine Zeit blieb, musste ich schauen, was ich mit diesem Abend nun anstellen sollte, da ja so gut wie keiner von den anderen AuPairs vor Ort war.
Letzen Endes erfuhr ich aber, dass zwei deutsche AuPairs nach Barcelona kommen wollten, um dort mit einigen Spanierinnen das neue Jahr spanisch zu begrüßen. Kurzer Hand schloss ich mich also der Truppe an. ZU 10 trafen wir uns dann an besagtem Abend in einer WG im Herzen von Barcelona ein. Es folgte der gemeinsame Einkauf, da wir das Essen für den Abend zusammen zubereiten wollten. Also führte unser erster Gang in den Supermarkt. Einige Mädchen, die in der Wohnung geblieben waren, deckten in dieser Zeit bereits den Tisch.
Um das Jahr spanisch zu begrüßen benötigt man:
-12 Uvas also Weintrauben, die um Punkt 12 pro Glockenschlag in den Mund gestopft werden müssen. Pro Weintraube darf man sich einen Wunsch wünschen.
-die Mädchen müssen in dieser Nacht einen roten Tanga tragen, der, wenn man es ganz genau nehmen will noch in der Nacht verbrannt werden muss
Da also die beiden deutschen AuPairs Jule und Nadja keinen roten Tange trugen (mir wurde dieser Brauch schon vorher von Marta erklärt) liefen wir also noch ein ganzes Stück, um eine Unterwäscheboutique zu finden. Mit nun zwei weiteren roten Tangas in der Tüte machten wir uns dann schließlich auf den Weg zurück zu der Wohnung. Doch leider fanden wir diese nicht, da wir uns etwas verlaufen hatten (das passiert hier übrigens des Öfteren, da einfach alles sehr ähnlich aussieht). Endlich an der Wohnung angekommen, merkten wir, dass ich die falsche Nummer von Judith, dem spanischen Mädchen, hatte, die in der WG wohnt. Da nämlich die Klingel in besagtem Haus funktionsunfähig war, war das Anrufen eigentlich unsere einzige Chance in die Wohnung zu kommen! Na klasse. Denn Rufen half auch nichts. Letzten Endes fanden wir dann heraus, dass der Nummer eine 6 fehlte und wir konnten schließlich doch in die Wohnung. Dort liefen die gesamten Vorbereitungen schon auf Hochtouren! Und zwar nicht nur beim Essen, was wirklich klasse aussah, sondern auch die der ganzen Mädchen. Also machten wir uns alle zusammen fertig, was sich wirklich lustig gestaltete. Gegen 22 Uhr fingen wir dann mit dem Essen an. Gegen kurz vor 24 Uhr wurde dann der Fernseher eingeschaltet und wir setzten uns alle in Position, bewaffnet mit unseren Uvas. Und dann ging es auch schon los. Mensch! Das hatten wir uns alle doch etwas einfacher vorgestellt. Denn in der kurzen Zeit zwischen den Glockenschlägen bleibt keine Zeit die Trauben zu essen. Nein. Also hat man letzten Endes 12 Uvas im Mund. Danach bewaffneten wir uns dann mit der zuvor erworbenen Überraschungstüte, was hier auch Brauch ist. Und zwar muss man eine Maske, ein Hütchen, eine Plastikgirlande, eine Tröte und Luftschlagen für Neujahr bereithalten. Was auch sehr lustig war, waren unsere Versuche in der spanischen Karaoke….
Da leider die Mädchen schon im Vorverkauf für sich eine Discokarte erworben hatten und ich keine mehr bekommen konnte (da ich ja noch bis zu Letzt gedacht hatte, dass wir in den Skiurlaub fahren würden), traf ich mich also mit Bogi, einem ungarischen AuPair am Plaza Catalunya. Dort hatten sie jedoch leider die Metros gesperrt und wir mussten ersteinmal eine Weile auf den überfüllten Straßen an den Ramblas warten. Aber letzten Endes konnten wir dann die Metro nehmen und zu unserem gewünschten Club fahren. Die „Nacht“ endete für uns beide gegen 9 Uhr in Terrassa.




(oh man, das ist nicht das schönste....)
(also hier kann man nun den spanischen Kitsch sehen....ürbigends sind das Nadja und Jule:))



(die praktischen 12 uvas aus der Dose für die Tasche:)
(haha sehr schön Nadja!)

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