Samstag, 30. Juli 2011

Wo ein Ende ist, ist auch ein Anfang




Hola amigos,
also hier ist der letzte Eintrag aus Terrassa. Denn heute war/ ist mein letzter Tag hier in Barcelona. Morgen um 8 Uhr geht’s in Richtung aeropuerto-dem Flughafen. Gegen 11 Uhr werden wir uns dann auch schon in der Luft in Richtung Lanzarote befinden, um dort die letzten zwei Wochen zusammen zu verbringen. Denn ich werde bereits am 14. August wieder zurück nach Barcelona für einen Tag fliegen, um dann am 15. August endlich meine Reise in Richtung Rom und dann Toskana anzutreten, auf die ich mich schon wahnsinnig freue (16 Tage) denn dort werde ich endlich meine Familie und Carlo wiedersehen.
Also soweit erst einmal zur Zukunft. Nun aber wie versprochen der Bericht aus der Vergangenheit. Denn beim letzten Mal habe ich ja nicht alles berichtet. Also aufgehört hatte ich bei der Rückfahrt Sonntagabends von Tamariu zurück nach Terrassa. Am nächsten Tag ging es dann wieder in Richtung Barceloner Flughafen, von wo ich zu Carlo fliegen konnte, da ich eine zusätzliche Ferienwoche bekommen habe (wegen der Betreuung von Alexa). Also konnte ich noch ganze 7 Tage in der Toskana genießen. Obwohl mir das anfangs ziemlich schwer fiel-kaum zu glauben was? Doch auch wenn ihr es in Deutschland ziemlich herbstlich habt, herrschten die ersten Tage während meines Toskana-Aufhalts tagsüber 45 Grad. Das war auch ich gar nicht gewöhnt und ich kam ganz schön ins Schwitzen, denn hier in Barcelona hatten wir eigentlich immer zwischen 30-35 Grad. Dementsprechend haben wir uns eigentlich hauptsächlich im Pool aufgehalten, wo es sich doch ziemlich gut aushalten lässt.
Nunja was soll ich sagen? Italienisch wird meine neue Sprache, die ich angehen werde. Schon lustig, wenn man bedenkt, dass ich wirklich zwischen Spanien und Italien hin- und herüberlegt habe (also als Au-Pair-Jahr-Ziel;)). Aber was wirklich klasse an Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch oder Catalan ist, ist die enorme Ähnlichkeit. So kann ich also mit in der italienischen Familie super leben, denn ich verstehe so ziemlich viel. Das ist auch wichtig, denn wie auch hier in Spanien, gibt es wenige Leute, die Englisch beherrschen. Aber zum Glück, spricht Carlos gesamte Familie fließend Englisch, was doch alles ziemlich erleichtert. Außerdem bin ich auch schon fleißig am Lernen, denn dank dem letzten Päckchen aus Deutschland habe ich jetzt eine angemessene Urlaubslektüre-Rätsel um Italienisch zu lernen! ;)
Was gibt’s sonst noch zu berichten? Neben dem Pool waren wir, wie auch schon beim vergangenen Mal noch am Meer. Bepackt mit einem Zelt ging es wieder in das kleine nette Hafenörtchen- Castiglione de la Pascaia, wo es einen sehr guten Zeltplatz gibt.
Wieder zurück in Castilgione Fiorentino (dem Heimatsort von Carlo) waren wir mit ein paar Freunden (unter denen sich auch ein AuPair befindet;)) in einer Disko-aber keiner gewöhnlichen. Diese ist eher gesagt eine Villa (so heißt sie auch). Eine Villa, die einfach nur zum Party machen da ist. Mit Pool und allem Drum und Dran. Zudem ist sie auch noch in verschiedene Bereiche-mit dem entsprechenden Musikgeschmack eingeteilt. Das war wirklich cool-wie in einem Film.
Ja ansonsten, was sagt man sonst noch zu einem Italienaufenthalt? Was darf nicht vergessen werden? Genau das Essen! Ein Lob an Carlos Mutter (Gabriela), die wirklich sehr gut kocht! Da kann ich mit meinen Kochkünsten einpacken;)
Tja und dann ging es auch schon wieder in Richtung Terrassa. Vor mir lagen nun also noch die letzten zwei Wochen mit den Kids. Eine mit Alexa alleine und die zweite auch mit Carla. Diese haben wir sehr gut rumbekommen und noch eine Menge an Spaß gehabt!
Einige von euch wissen ja schon von dem Erinnerungsbuch, das ich für die beiden Mädchen gemacht habe. Dieses beinhält Fotos von uns dreien oder auch mit Louis und die Lieder, die uns in der Zeit begleitet haben etc. Dieses habe ich am Freitag den beiden geschenkt und sie waren hin und weg. Das Geschenk ist wirklich gut angekommen und ich denke, so werden sie mich auch nicht so schnell vergessen. Alexa meinte zu mir „ Ann-Sophie, dieses tolle Geschenk wird immer, so wie du, in meinem Herzen sein“. Da muss ich schon sagen, war ich sehr gerührt, denn schließlich stammt dieser Satz von einer 6-jährigen (dazu muss man sagen, dass ich-auf Grund eines Streits am Vortag nicht mehr ihr AuPair war;)).
Außerdem war dieser besagte Freitag MEIN FREITAG: auch hier schließt sich wieder der Anfangs-Ende-Kreis, denn wie auch an meinem ersten Tag hier in Terrassa, waren wir unten bei den Großeltern zum Essen eingeladen worden (es war auch gleichzeitig Martas Namenstag). Denn an diesem Tag hieß es auch für mich von der Familie zu verabschieden. Als ich wieder nach oben in die Wohnung kam und eher zufällig die Mails checkte-bekam ich doch tatsächlich eine Zusage von der Heidelberger Universität, dass ich zum Wintersemester dort anfangen könnte Jura zu studieren! Ich bin ausgeflippt vor Freude! Und eigentlich kann ich es immer noch nicht wirklich glauben.
Im Anschluss ging es ins Fitnesstudio (mit integrierten Schwimmbädern)-denn Alexa besuchte in den vergangenen zwei Wochen einen Intensiv-Kurs für Synchronschwimmen, da sie damit im kommenden Schuljahr anfangen wird. Das haben Marta, Carla und auch ich genutzt, um ein wenig Sport zu betreiben. Also ging es auch diesen Freitag dort zusammen das letzte Mal hin.
Nach dem Schwimmen brachte mich Marta dann zu meinen zwei Freundinnen aus meinen Catalan-Stunden, die für mich ein Abschieds-Abendessen hergerichtet hatten. Das war wirklich super schön und ich habe mich total gefreut. Gegen ein Uhr abends war dann der Verabschiedungsmarathon so weit beendet.
Der heutige Tag-Samstag war eigentlich von Vorne bis Hinten dem Kofferpacken gewidmet. So sind wir gerade erst fertig geworden. Für mich hieß dies allerdings auch, mein Zimmer hier auf-und vor allem AUSZURÄUMEN. Wahnsinn, was sich alles so in einem Jahr anstaut!
Naja soweit wisst ihr nun Bescheid. Ich hoffe ich kann euch demnächst vielleicht von Lanzarote aus mehr berichten. Ich wünsche euch eine schöne Ferienzeit und vor allem besseres Wetter. Aber wie schon gesagt-auch hier in Terrassa bzw. Barcelona lässt der Sommer sich nicht oft blicken. Erst heute hatten wir ein riesen Gewitter (und ich musste zum Supermarkt und vollbepackt durch dieses wieder zurück)
Also die allerliebsten (und vielleicht auch letzten) Grüße aus Terrassa!
Eure Ann-Sophie

Keine Kommentare: