Liebes Tagebuch,
gerade kommen wir vom Essen am Hafen wieder, nun legen Pepe und Marta die Kinder ins Bett und ich habe etwas Zeit dir von dem heutigen Tag zu berichten. Also was haben wir heute großartig gemacht? NICHTS. So wie sich das für einen Urlaub zum Ausruhen gehört. Gegen 10 Uhr sind wir aufgestanden, haben schnell etwas gefrühstückt, und uns dann auch schon schnell auf dem Weg zum Pool gemacht, denn der tägliche Liegen-mit-Handtuch-Reservierungs-Marathon ist hier zu bestreiten. Es folgte ein schöner ruhiger Tag am Pool, den ich hauptsächlich zum Lesen nutzte und somit mein erstes Buch schon durchlas. Ansonsten ging es zum Spielen mit den Mädels in den Pool. Das Wetter war wirklich super, denn es ist angenehm von der Temperatur und zudem herrscht ein ständiger Wind, der einem das Gefühl gibt, dass es gar nicht so warm ist, was natürlich ziemlich gefährlich sein kann. Im Laufe des Tages schwillt jedoch dieses morgendliche „Lüftchen“ zu einem Wind an, der einem die Haare mächtig durch die Gegend fliegen lässt, und auch ein abendliches Abkühlen gewährt, was ziemlich angenehm ist, denn so kann sich der Körper gut von der täglichen Hitze erholen-und natürlich lässt es sich auch einfacher schlafen.
Ansonsten haben die Mädels heute „Paco“ kennengelernt-ausgerechnet ein katalanischer Animateur, was super ist, denn so haben die beiden heute etwas Zeit mit ihm und anderen Kindern verbracht, wodurch wir natürlich eine kurze stille Pause hatten.
Aber eins ist auf jeden Fall sicher, langweilig wird es wohl am Pool niemals werden, denn, Lanzarote ist eine Insel der „Giris“ so werden sie unter den Spaniern genannt-wir nennen sie auch liebevoll Inselaffen. Und hiervon gibt es eine Menge. Strenggenommen sind wir momentan (OK, ausgenommen mir) die einzigen Spanier hier in der Anlage-und genau das macht das ganze spannend. Ich schwöre bei allem was mir heilig ist, dass ich noch nie in meinem Leben so viele Rotschopfe auf einem Platz gesehen habe. Und ja! Alle Vorurteile haben sich bestätigt. Neben den roten Haaren, die schreiend helle Haut (oder auch schreiend ROT), die fetten Sonnencreme-Schichten, die, wenn sie im Wasser sind, noch weißer färben und und und. Schon interessant muss ich sagen! Also eins sei gewiss-ich hatte einen Heidenspaß.
Was ich nun aber zu der Insel an sich sage? Dazu kann ich bis jetzt leider nur von der Fahrt ausgehend vom Flughafen zum Hotel ausgehen-und das hat mich kaum großartig umgehauen. Na klar ist das schon Wahnsinn, wenn man die Unmengen an Lava-Resten umherliegen sieht, denn es wurden einfach Straßen auf diesen gebaut, sodass rechts und links nichts von diesen steht. Nur ab und zu passiert man das ein oder andere Haus. Aber ansonsten ist alles braun/schwarz-ohne Pflanzen, Bäume-nur Gestein. Ansonsten muss ich aber sagen, dass die Anlage ganz nett gelegen ist, wie gesagt man kann das Meer von hier aus sehen. Auch ein kleiner Hafen, wo wir heute Abend auch essen und spazieren waren, ist sozusagen vor unserer Haustür. Es ist alles ziemlich touristisch, weshalb man sich eigentlich kaum vom Pool bewegen müsste, das finde ich nicht so schön und eigentlich passen diese bunten Lichter und Einkaufszentren etc. gar nicht in die sonstige schlichte Umgebung. Aber naja. Was solls. Morgen soll angeblich ein kleiner Markt im Hafen aufgebaut werden und ich werde sicherlich mal dort vorbeischauen. Zudem kommt morgen die galizische Familie an, mit der sich Pepe und Marta jeden Sommer hier treffen. Diese haben zwei Mädchen und einen Jungen, allerdings schon größer, der Junge ist glaube ich ein Jahr jünger als ich oder so. Mal schauen wie diese so sind.
So ich denke, jetzt müssten die beiden schlafen und ich kann mich auch in unser Zimmer wagen. Machs gut, wir sehen uns morgen wieder.
Deine Ann-Sophie
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