Dienstag, 26. Juli 2011

Lo que paso paso.....














Halli Hallöchen ihr Lieben,
also wie auch anders sollte mein Blog "enden", wenn nicht mit den Pack-Problemen, die ich schon am Anfang hatte. Dementsprechend verbringe ich meine verbleibenden Tage (um genau zu sein jetzt noch 5 Tage hier in Terrassa) mit Koffer packen und Pakete packen . Was sich alles so in einem Jahr ansammelt ist schon erstaunlich....was man doch so alles findet:)
Aber naja. Was hab ich in den vergangenen Wochen erlebt? Drei Wochen mit Alexa zu Hause liegen nun schon hinter mir. Denn die Schüler hier haben schon längst Sommerferien und so haben wir diese Tage ordentlich genutzt, um ins Freibad zu gehen, Inlineskater zu fahren und vor allem zum Basteln. Da kommen wir immer auf einen Nenner und da werde ich auch nochmal zu einem kleinen Mädchen;) Etliche Tage haben wir damit verbracht ein „Spaghetti-Bild“ für Marta anzufertigen (die übrigens 40 geworden ist), einen Kuchen für sie zu backen, Armbänder zu basteln, mit Wassermalfarben zu experimentieren und und und. Das eher nicht so schöne an diesen Tagen sind die Unmengen an Hausaufgaben, die sie über die Ferien erledigen muss…aber naja ansonsten hatten wir die ersten zwei gemeinsamen Wochen wirklich einen Heidenspaß.
Die Wochenenden dienten allen dann zum entspannten-Marta und Pepe arbeiten noch und in besaten Wochen konnte Carla noch in der Schule unterkommen. Also machten wir uns immer gegen Freitag Nachmittag auf den Weg Richtung Meer: Dort erlebten wir auch die berühmt berüchtigte Nacht zum Sommeranfang. Dieser Brauch nennt sich die Nacht des„San Juan“. Das ist eine Feier, die am Strand gefeiert werden sollte. Die Idee dahinter ist die Verabschiedung des Winters und das Empfangen des Sommers. Es heißt man solle das Haus aufräumen und aussortieren und all die alten Dinge, die das Leben belasten (oder die man einfach nicht mehr braucht) an den Strand zu bringen und diese dann in einem riesen Feuer zu verbrennen, um rein in den Sommer starten zu können. Aber wie die Spanier so sind, hat sich die Tradition ein wenig verändert. Heutzutage böllern diese wie die Bekloppten. Wir haben mindestens 4 Stunden am Strand Böller in die Luft gesprengt. Könnt ihr euch das vorstellen, wie unangenehm die Geräusche nachher in den Ohren sind? Deutsche Touristen waren ganz begeistert von dieser spanischen Fiesta. Als sie an mir vorbeikamen, waren diese so ziemlich in ein Gespräch vertieft und einer der beiden meinte "Mensch was hier in so einem kleinen Dorf los ist". Ich hab allerdings keine Ahnung, ob er von dieser speziellen Nacht wusste, oder er dachte, dass das normal sei;) Alles in Allem kann man diese Nacht also mit unserem Silvester vergleichen, nur dass diese viel mehr Flair am Strand hat, als im kühlen Nass zu böllern. Auch die Böller am Strand sind nicht so schlimm wie diese, die im Schnee stecken bleibe und diesen so ekelig braun färben!




Zu diesem Ereignis also trafen sich der übliche Freundeskreis aus Tamariu in einem der Ferienhäuser und anstatt ein großes Dinner herzurichten, wurde eine „Bikini-Feier“ organisiert. Nein! Nicht das was ihr denkt. Also der Bikini konnte zu Hause gelassen werden. Hier in Catalunya ist das der Name für ein spezielles (ziemlich ungesundes) Sandwitch. Nachdem wir also gegessen hatten und es nach 24 Uhr war, ging es runter an den Strand, wo die „Silvesterknaller“ ausgepackt wurden.




Ein weiteres definitives Highlight (wie ich später dann erfahren musste auch letztes) war die Bootstour am Wochenende in Tamariu. So haben auch meine Tamariu-Erfahrungen geendet, wie sie angefangen haben-mit einer Tour entlang der Costa Brava, bis wir eine Bucht gefunden haben, die uns zusagte und wir dort schnorchelten. Das ist immer wieder atemberaubend! Außerdem, was auch ziemlich „guay“ war (wie die Spanier zu sagen pflegen) war ein Nachmittag, an dem ich alleine mit dem Taxi-Boot (ja das muss man sich so vorstellen- ein kleines Motorboot, mit einem sagen wir mal ziemlich nett anzusehenden Mann, der dich und die Anderen zu dem entsprechenden Bötchen bringt), zu dem Boot von Pepes Eltern fahren konnte und dort ganz alleine meine Siesta halten konnte. Das war wirklich ein Traum!
Was ich unbedingt betonen muss ist, dass die Freunde von Pepe und Marta wirklich nett sind und mich schnell angenommen haben. Vor Allem die aus Tamariu, mit denen wir so einige Wochenenden verbracht haben. So kam es doch tatsächlich dazu, dass wir uns einen Abend an besagtem letztem Wochenende alle in einem Restaurant am Strand getroffen haben und ein spanisches Abendessen genossen haben (mindestens 4 Stunden müssen wir da gesessen haben). Aber was mich wirklich am allermeisten gefreut hat, war, dass einer der Freunde plötzlich aufstand und einen Toast auf mich gegeben hat, naja es hat mich auch etwas erröten lassen:P
Am Sonntag sind wir dann nach dem Bootsausflug von den Großeltern (Eltern von Marta) erneut in ein anderes Restaurant eingeladen worden. Wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich auch sagen, dass ich diese sehr gut leiden kann. Sie sind sehr jung geblieben und ziemlich dynamisch und ja sagen wir auch ein gutes Stück verrückt-in gutem Sinne. So kam es doch dazu, dass die beiden ziemlich passioniert ein kleines Häuschen für die 4 Enkelkinder bauen. Aber mit allem drum und dran. Als der Opa Ramón bemerkte, dass es gut sein könnte, dass wir uns nicht mehr sehen würden, sagte er mir: „Also Ann-Sophie eins verspreche ich dir hier. Zur Einweihung des Hauses (was übrigens Meerblick hat!!!) wird offiziell die deutsche Fahne gehisst. Wir werden dich ziemlich vermissen und so wird immer ein Stück von dir hier sein. Außerdem weißt du ja, dass du jetzt auch eine ziemlich große spanische Familie hast.“ Ja das hat mich ziemlich gerührt!
So die anderen Wochen poste ich etwas später.
Machts gut, haltet die Ohren steif im kalten Deutschland und freut euch, denn hier scheint der Sommer vorerst auch vorbei zu sein. Von der Sonne ist weit und breit nichts zu sehen!
Eure Ann-Sophie



















Das ist ein solches Feuer anlässlich von "San Juan"





Das ist ein Hut aus Pappmasché




Alexas tägliche Modenshows:)

Freitag, 1. Juli 2011

Y tú Carla?

Y tú Carla? Tú eres la hija de quien?
Das war die Frage, die vieles bei mir auslöste: Und du Carla, von wem bist du die Tochter? Nein eigentlich war es ihre Antwort: „De Mama, de Papa y de Ann-Sophie“ (Von Mama, Papa und Ann-Sophie) was eigentlich ziemlich süß und lustig klingt hat aber doch auch wohl seine negative Seite, oder findet ihr etwa nicht?
5 Wochen bleiben mir als AuPair noch. Ob ich das AuPair-Sein vermissen werde? Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Denn ich blicke dem Ende dieses Jahres nun mit gemischten Gefühlen entgegen, denn einerseits bin ich traurig, dass ich die Kinder hierlassen werde, und natürlich auch dieser wunderbaren Stadt Barcelona oder auch der Costa Brava, wo ich mich nun öfters aufhalte, den Rücken zukehren muss. Aber andererseits? Das AuPair-sein an sich, denke ich, werde ich nicht vermissen. Ein Jahr Mutter speilen (das hat Carla schon gut verstanden), reicht doch. Denn ich habe manchmal das Gefühl, dass meine Gastfamilie mir zunehmend mehr und mehr Aufgaben aufs Auge gedrückt haben, sodass ich mich wirklich manchmal wie eine alleinerziehende Mutter fühle. Zum Beispiel, gehe ich die Kinder abholen, wenn Pepe zu müde ist und eine Siesta halten will oder er einfach keine Lust hat. Ich stehe am Wochenende morgens für die Kinder auf, denn die Eltern wollen ja auf jeden Fall lange schlafen! „Ann-Sophie was sollen die Kinder heute essen?“ „Ann-Sophie wo ist die Medizin?“ Oder ich werde morgens früher geweckt, um mir nur mal wieder Bescheid zu geben, dass ich heute doch bitte alleine die Kinder fertig machen soll, da Marta unbedingt noch schlafen will. Das sind nur kleine Beispiele, die vielleicht nicht so gravierend wirken möchten, die aber auf Dauer ziemlich ärgerlich sind. Denn für mich heißt es niemals abschalten, denn es gibt ja kein AuPair für das AuPair. Anstelle meiner 30 Stunden, die ich die Woche arbeiten soll, habe ich deutlich viel mehr Arbeitsstunden, denn wenn man mit einer Familie zusammenwohnt ist hier die Differenzierung schwer: wo fängt Arbeit an und wo hört sie auf? Gerade an unseren gemeinsamen Wochenenden in Tamariu kommt es dann vor, dass ich nochnichtmals einen freien Tag habe, der mir ja auch zustehen sollte….
Dementsprechend hat sich jedoch auch eine ziemlich starke Bindung zwischen den Kindern und mir eingestellt. Gerade in der Woche, als ich im Urlaub war, haben Alexa und Carla andauernd nach mir gefragt und alles lief vollkommen schief: so vergaßen die Eltern zweimal in einer Woche Alexa in der Schule!
Tja aber als AuPair lernt man schnell seinen Mund zu halten und zu so ziemlich allem ja und Amen zu sagen, denn schließlich will man es sich ja auch nicht mit der Familie verscherzen. Auf der anderen Seite denke ich mir in solchen Zeiten immer, dass ich ja doch Glück mit der Familie hatte, denn ich mag sie ja alles in allem sehr gern und sie mich. Deswegen will man es sich ja auch auf dem Endspurt nicht mit denen versauen. Aber gespannt bin ich schon, wie es mit dem kommenden AuPair wird, denn mit dem vorherigen gab es genau wegen diesen „Überstunden“ so einen großen Krach, dass sie fast nach Hause geschickt wurde.
Also werde ich das AuPair –sein vermissen? Nein, ich denke eher das Muttersein werde ich nicht vermissen. Die Kinder ab und zu ja! Und natürlich auch Marta, die Gastmutter, die wirklich immer sehr nett zu mir ist. Und natürlich werde ich das Spanische und Barcelona vermissen. Ich werde demnächst nichtmehr so ein Leben führen können. Würde ich das Jahr nocheinmal machen? Definitiv ja! Würde ich es einer Freundin empfehlen? Nochmals ja. Denn alles in Allem gewinnt man so viel, wenn man erstmals alles „verlieren“ muss!
In dem Sinn, machts gut und bis schon bald!

( Carla in Schuluniform, die zum Sport immer getragen wird)

(Alexas Singauftritt zum Abschluss des Schuljahres)

Dienstag, 14. Juni 2011

Pablito clavó un clavito. Que clativto clavó Pablito?






Es ist schon lustig, wenn man sich mal unsere Blog-Begeisterung anschaut. In den ersten Wochen konnten wir alle gar nicht genug vom Bloggen bekommen und jetzt? Jetzt ist bei allen irgendwie gähnende Leere und nichts Neues ist in Sicht. Warum das so ist? Ich denke, auch wenn ich das mir nie hätte vorstellen können, dass man sich einfach zu schnell an ein „neues“ Leben gewöhnt und auch die Kleinigkeiten, die einem vorher vielleicht erwähnenswert erschienen, nun doch nur normale Kleinigkeiten sind. Das ist einerseits schön, denn es hat ja etwas Beruhigendes, wenn sich eine gewisse Normalität einstellt, aber andererseits ist der gewisse Kick, den man am Anfang verspürt hat, damit dann auch verschwunden.
So was ist also passiert?
Eigentlich ziemlich vieles:
*Carla und Alexa hatten Geburtstag. Nun sind beide 3 und 6!
*zahlreiche Tamariu-Wochenenden, obwohl das Wetter doch eher gewöhnungsbedürftig war
*eine super VIP-Garten-Party in Igualada (die AuPair-Hochburg schlechthin….zu der ich 5 Stunden im Zug gereist bin;))
*die Abschiedsparty von Nadja (einem AuPair) im Opium Mar, mit einer angeschlossenen Modenshow
*die „Fire de modernista“ eine große Feier hier in Terrassa zum Thema „Modernismus“…alle Einwohner verkleiden sich zu dieser Angelegenheit im Stil des Modernismusses-das war wirklich sehr schön
*mein Dele-Examen
*meine letzte Ferienwoche, die ich in der Toskana verbracht habe
*Achso und nicht zu vergessen ist die Suche nach meiner Nachfolgerin! Endlich haben wir eine gefunden.
*und so weiter und so fort.
So alles in Allem bleiben mir nun noch genau 8 Wochen hier in Terrassa bzw. Barcelona, auf die dann noch die 2 letzten Wochen auf Lanzarote mit meiner Gastfamilie folgen. Dann ist das Experiment Au Pair auch schon vorbei!

Mittwoch, 13. April 2011

Dulce vida...

Bon dia a tothom! Hallo ihr Lieben! Ja! Ich lebe noch…leider ist es ja schon eine Weile her, dass ich euch alle wieder auf den neusten Stand gebracht habe, aber irgendwie hat sich mein Leben hier ziemlich entwickelt und es ist (wenn man das unter Betracht der spanischen Mentalität überhaupt sagen kann) ein Alltag eingekehrt. Durch meine zwei Sprachenschulen habe ich gut zu tun, jedoch habe ich mich auch noch entschieden, im kommenden Monat bei einem Sprachexamen an der Universität in Barcelona meine Sprachkenntnisse zu zeigen. Dieses verläuft über fast einen ganzen Tag und man wird in Grammatik, Vokabular, freies Schreiben, Hörverstehen und einer mündlichen Prüfung getestet…Gestern habe ich mich also dafür in Barcelona angemeldet, was mich nun also wirklich zwingt so einiges an Grammatik etc. zu pauken. Das so weit also zu dem Schulischen. Was die Mädchen angeht, sind wir nun wirklich zu einer kleinen verschwörten Gruppe geworden. Natürlich haben wir gelegentlich noch kleinere (oder auch größere) Auseinandersetzungen, aber zu mindestens wissen jetzt beide Seiten damit umzugehen. Auch ansonsten habe ich mich ganz gut integrieren können und so kommt es nun oft vor, dass ich einkaufen gehe oder Termine für die Kinder mache, da Marta einfach tausend Sachen auf einmal machen will und dabei alles vergisst….Stimmts Mama? Bei der Familie hat sich nun mein Spitzname, den Carla mir damals bei der Ankunft gegeben hatte, etabliert. Die gesamte Marti-Sippe nennt mich nun einfach nur noch Dophí- also Delphin. Naja es kann schlimmeres geben;) Ja also was habt ihr in der vergangenen Zeit großartig verpasst? Eigentlich gibt es viele Sachen…aber das größte Highlight für mich war definitiv der Besuch von meiner Mama an ihrem Geburtstag! Wir hatten wirklich Glück, denn passend zu ihrer Ankunft, fing hier der Sommer an! Dementsprechend eröffneten wir zusammen mit meiner Gastfamilie und deren Freunden die Tamariu-Saison. Könnt ihr euch noch erinnern? Das ist der Ort an der Costa Brava, wo ich mein erstes Wochenende hier in Spanien verbringen durfte. Diesmal haben wir aber in dem Haus von Pepes Eltern gewohnt! Das Wochenende war wirklich sehr entspannend und total schön, denn ich konnte endlich mal ohne doofen PC-Bildschirm mit meiner Mama quatschen. Sehr gut!:) Außerdem konnten wir schon die ersten Sonnenstrahlen einfangen. Nach dem Wochenende merkten wir alle am Sonntagabend wie stark die Sonnenstrahlen schon waren, denn ausgerechnet Pepe und Marta hatten sich einen SONNENBRAND im Gesicht eingefangen, also konnte ich sie schön damit aufziehen, denn normalerweise machen sie sich über die DEUTSCHEN TOURIS lustig, die immer wie Mr Crabs von Bob Esponja:D rumlaufen… Am Montag und Dienstag konnte ich ihr dann noch Barcelona näher zeigen. Wir haben einiges zusammen erlebt, wovon wir einiges sehr gern wiederholen würden (das super Restaurant z.B., bei dem man eine Stunde vorher anstehen muss, um ein Platz zu bekommen…aber sehr zu empfehlen!) und einige Erlebnisse (wie z.B. der Nektarinenkauf in der größten „Feinschmeckerhalle“ in ganz Spanien für 8 Euro (4 verfaulte Nektarinen….) nicht. Nichtsdestotrotz war es wirklich toll! Und seitdem habe ich auch wieder eine Kamera…dank meiner Eltern, kann ich jetzt endlich auch wieder bildliche Highlights hochladen! DANKE Nachdem meine Mutter dann am Dienstagabend wieder nach Deutschland fliegen musste, ging für mich die Woche wieder sehr schnell vorbei. Denn am Freitag hieß es nach meinem Catalan-Klassen für alle Martis ab in die Umgebung Girona (also das spanische Girona). Wir verbrachten dort in einer Familienanlage ein ganzes Wochenende mit der gesamten Familie väterlicherseits. Dies war übrigens ein Weihnachtsgeschenk von allen für die Großeltern. Es war wirklich eine klasse Anlage mit allem Drum und Dran. Zudem war es wirklich sehr heiß, aber nichtsdestotrotz war es eigentlich ein gelungenes Wochenende voller Catalan Geschwafel:D schlimm!Vor Allem für die ganze Kinderschar war das ein großes Abenteuer. Es gab einen Wald mit einer kleinen Farm. eier wurden also natürlich frisch aus dem Stall geholt, einen riesen Essensraum mit einem Bällepool zum Spielen, eine Kletterwand, eine Hüpfburg tagsüber, ein Labyrinth im Wald und eine riesen Baumhauslandschaft und natürlich darf ich den Spielplatz nicht vergessen...also alles Drum und Dran! Sehr empfehlenswert! Naja dieses Wochenende heißt es wieder am Freitag: Fertig für Tamariu machen! Die Beachsaison hat also offiziell angefangen! Super…ich freu mich wirklich schon. Zumal es kommende Woche am Mittwoch wieder an die Costa Brava geht. Ich denke jetzt kommt eigentlich der spannendste Teil des ganzen AuPair-Jahres… So jetzt weiß ich vorerst nichts mehr! Also wundert euch nicht, wenn ich in der kommenden Zeit mal wieder untertauche;) Einen schönen Abend noch! Bona nit! Ann-Sophie Alexa schaut etwas beleidigt:D




Tamarius playa...außerhalb der Saison also ohne den Hafen auf offenem Meer!






Tante Prusselise...nein das ist Avia Montse (Oma Montse)
Das Haupthaus


Ein Schwimmsee

der leider noch zugedeckte Pool
klettern konnte man....
Tiere streicheln....
Tiere bestaunen...
Tiere...anpacken (wenn auch was grober...)

Dienstag, 1. März 2011

Der 1000-Euro-Geburtstag...


Kennt ihr das?
Manchmal gibt es Punkt im Leben, an denen man denkt, dass man alles hat, kommt ein Wendepunkt und man verliert alles?! So ging es mir vergangenen Freitag. Es hätte ein so perfekter Tag werden können:
* Ich hatte ganze 5 Tage frei, die ich in Barcelona verbringen konnte, da meine Gastfamilie nach Santiago de Compostela würde. Super! Also war das der perfekte Zeitpunkt, dass Carlo mich besuchen kommen würde. Donnerstagabend ging es dann also in Richtung Barcelona, wo wir in einem super Hostel eincheckten. Abends feierten wir in den Geburstag von Katie rein. Was nimmt man zu solch einem Anlass mit? Eine super schöne Clutch, ein Portemonnaie, mein BlackBerry, meine Kamera, die Schlüssel etc. An diesem abend nahm ich auch alles wieder komplett mit ins Hostel. An diesem abend kann ich keine Verluste beklagen.
Doch dann besagter beschissener Tag. Naja eigentlich eher Nacht….Denn der Freitag versprach so schön zu werden. Super Wetter, die Geburtstagsparty von Katie, zu dem sich die gesamte AuPair-Schar angemeldet hatte etc. Klasse!
Also wenn es hier in Spanien heißt feiern zu gehen, dann beinhält dies, dass man sich zuvor richtig fertig macht. Also heißt dies: Kleid, Clutch, hohe Schuhe, Make-Up, Haar….Dementsprechend hatte ich mich also auch fertig gemacht. Zudem durfte auch an diesem abend meine gelibte Liebeskind Clutch nicht fehlen. Zunächst wollte ich auch mein Liebeskind Portemonnaie mitnehmen, in dem sich natürlich meine gesamten Papiere befinden, sowie meine EC-Karten. Im letzten Moment entschied ich mich dann jedoch dagegen. Nein-doch lieber ein kleineres Portemonnaie mit Geld, U-Bahn-Karte und Schlüsseln.
Ab gings- in Richtung Katies neuer Wohnung. Man. Wir hatten alle mal wieder richtig Spaß zusammen. Alle AuPairs vereint (naja leider gibt es nun mehr Ex-Aupairs als arbeitende AuPairs in unserer alten AuPair-Runde…ja! Das ist wahr, jedoch dass dieses Programm zu solchen imensen Problemen führen könnte, hätte ich mir niemals vorstellen können….) Katie hatte ein richtiges Essen für uns vorbereitet und wir alle genossen den abend zunächst auf ihrer Terrasse.
Gegen 2 Uhr machten wir uns dann auf in Richtung Mary’S Place, was inzwischen Veerles, Katies und mein Lieblingsclub geworden ist (naja nun ists meiner gewesen). Dort stoß auch noch unser Hostelbesitzer zu unserer kleinen Partygemeinschaft und wir hatten einen Heidenspaß. Ja lasst mich überlegen, bis ungefähr 5 Uhr morgens. Meine Kamera glühte schon vor Überanstrengung, da alle wie üblich mal wieder meine benutzen, um den Abend bildlich festzuhalten. Tja gegen 5 Uhr wollte ich dann meine Tasche schnappen und da war sie dann auch schon weg! Könnt ihr euch das vorstellen? Da stehen wir doch alle an einem Stehtisch, meine Clutch liegt auf dem Stehtisch und alle sind um diesen versammelt und dann ist sie weg? GEKLAUT. JA! Den gesamten morgen durchsuchten wir die kleinsten Winkel des Clubs, doch nichts zu machen! GEKLAUT. Alle die mich kennen, wissen wie ich reagiert habe. Ich bin erstmal zusammengebrochen. Mein Verlust???
*meine Liebeskindclutch
*meine Kamera!
*mein Black Berry
*die Schlüssel des Hostels
*ungefähr 80 Euro
*mein Schal
*mein Make-Up
*mein Portemonnaie
 Genau in diesem Fall kann man von einem 1000er sprechen, der mich dieser Abend gekostet hat. Klasse! Da stehe ich in Mitten Barcelona ohne Geld, ohne Handy, ohne Schlüssel….Hammer!
Jedoch mit etwas Abstand und rationalem Denken, bemerkte ich, dass ich letzten Endes ja doch noch Glück im Unglück (wie immer) hatte. Denn zum Glück, hatte ich mich gegen mein Portemonnaie entschlossen, in dem sich meine Papiere und meine EC-Karten befinden! Dios mío! Gracias!
Am nächsten Tag führte nun also mein erster Weg aufs Polizeirevier. Dort machte ich dann eine Anzeige gegen unbekannt und konnte eigentlich mich schon mit dem Gedanken anfreunden, dass ich diese verlorenen Sachen nicht mehr wiederbekommen würde. Mierda!
Wenn ich genau Bilanz von der vergangenen Zeit ziehe, dann komme ich zu dem Schluss, dass mir jeden Monat doch irgendeine Scheiße passiert ist. Ich weiß, dass ich damit meine ganze Familie und Freunde in Deutschland wirklich an den Rand des Verzweifelns bringe, das weiß ich. Aber glaubt mir, das ist nicht meine Absicht! Also macht euch keine Sorgen um mich. Mit etwas Abstand kann ich mich doch glücklich im Unglück bezeichnen. Denn der Diebstahl hätte beispielsweise auch schlimmer ablaufen können. Man hätte mir die Tasche beispielsweise mit Gewalt entwenden können. Also…es geht MIR gut. Was ich verloren habe ist „nur“ Geld und es gibt weitaus wichtigeres!

Familienzusammenführung







































































Heute habe ich mir fest vorgenommen, euch alle endlich mal wieder auf den neusten Stand zu bringen, denn so einiges ist in der vergangenen Zeit passiert.
Zunächsteinmal muss ich unbedingt von dem schon zuvor angekündigten Wochenende mit Louis berichten. Als ich Weihnachten kurz in Deutschland zu Besuch war, hatten Louis und mein Vater mich mit Tickets nach Barcelona überrascht, jedoch konnte letzten Endes „nur“ Louis kommen.
Am Freitag den 18.02. konnte ich es dann kaum mehr aushalten. Ich war so aufgeregt und wollte nun endlich meinen Bruder hier haben. Nachdem Marta und ich also die beiden Mädels von der Schule abgeholt hatten, machten sich Alexa, Marta und ich auf den Weg zum Flughafen in Barcelona. Dort kam er dann nach einer gefühlten Ewigkeit an.
Zusammen machten wir uns, bevor es nach Terrassa ging, auf den Weg zu dem besten Ausblickpunkt in Barcelona. Dort oben war es schon ziemlich eindrucksvoll ganz Barcelona bei Nacht zu sehen (erst von solchen Ausblicken wird einem eigentlich die gesamte Größe dieser Stadt bewusst).
Danach ging es dann nach Terrassa. Bereits auf dem Weg hatten sich Alexa und Louis gefunden. Später stellte sich heraus, dass Pepe und Marta schon die Hochzeit planen sollten. Auch Alexa war von diesem deutschen Jungen begeistert „Ann-Sophie, Louis está muy guapo!“ (Ann-Sophie, Louis ist aber ein wirklich Hübscher!)
Am nächsten Tag starteten wir alle zusammen in den Samstag mit einem typisch catalánischen Frühstück- bestehend aus Ensiamadas mit flüssiger Schokolade. Also genau etwas für Louis Dann ging es auch schon bei bestem Wetter in Richtung Barcelona. Dort kamen wir zur richtigen Zeit im Parque Güell an, denn es war relativ früh, sodass dieser nicht zu voll von Touristen war. Überhaupt ist es für mich einer der schönsten Plätze hier und ich bin doch immer wieder verwundert, dass eine solche große Grünfläche in einer Stadt anzufinden ist.
Im Anschluss daran ging es dann für Louis und mich zum Placa Catalunya, wo wir uns sogleich mit dem Touristenbus auf den Weg machten. Der erste Stopp führte uns zur Sagrada Familia. Und ja ich werde es jetzt offiziell schreiben, ich bin absolut kein Fan von dieser! Ich weiß es ist schon ein wenig beschämend so etwas über ein solches Kunstwerk zu sagen, aber mir gefällt zwar der ältere Teil der immer noch unvollendeten Kirche, aber der neue….Nunja. Unser nächster Stopp war dann CampNou- also das größte Fußballstadion Europas. Dort mussten wir dann eine geschlagene Stunde warten, um das Museum und dann im Anschluss dieses besuchen zu können. Aber nichtsdestotrotz war Louis absolut begeistert!
Ansonsten setzten wir unsere Stadtbesichtigung dann im Touristenbus fort, da es leider kalt wurde. Um den Tag dann abzurunden, wollte ich eigentlich mit Louis im Hardrockcafé essen gehen, jedoch hätten wir echt lange warten müsse. Also kaufte er sich dann doch nur ein T-Shirt und wir gingen anstelle dessen in meine Lieblingspizzeria über den Ramblas. Zu Hause fiel Louis dann auch nur noch überwältigt ins Bett.
Am nächsten Tag ging es dann erneut in Richtung Barcelona. Dort besuchten wir mein Lieblingsviertel Barcelonas- das gotische Viertel. Da uns dann leider nicht mehr allzuviel Zeit verblieb ging es dann zu Louis Begeisterung erneut ins Hard Rock Café, wo wir dann nach einer Stunde Wartezeit endlich einen Tisch bekamen.
Dann mussten wir leider schon den Bus in Richtung Flughafen nehmen. Jedoch muss ich sagen, auch wenn es nur eine so kurze Zeit war, habe ich die Zeit mit Louis sehr genossen und doch noch einmal bemerkt, dass mir so ein „kleiner“ Junge bei meinen zwei Mädchen hier ziemlich fehlt. Zudem hat er sich auch ziemlich gut mit meiner Gastfamilie verstanden und so hat Marta ihn auch schon zum zukünftigen AuPair erklärt.
Apropos zukünftiges AuPair…diese Suche stellt sich für Marta und Pepe nicht sehr einfach dar. Denn, wie ich schon relativ am Anfang von beiden erfahren hatte, bekommen die Gastfamilien mehrere Bewerbungen von AuPair-Mädchen zugeschickt, während die Mädchen immer nur einen Vorschlag bekommen (ich denke das ist eine Frechheit. Auch AuPairs sollten mehrere Vorschläge zugeschickt bekommen). Also haben diese die Möglichkeit mit mehreren Mädchen Kontakt aufzunehmen und so also die beste auszuwählen. Tja. Bis jetzt war noch nicht die Richtige dabei, zudem mir Marta schon erzählt hat, dass sie am liebsten mich behalten würden. Aber dieses AuPair-Jahr ist nun mal ein Jahr und ich bekomme langsam wirklich Lust, mit meinem Studium anzufangen. Natürlich ist so etwas zu hören, Balsam für die Seele. Zudem hatten Carla und Alexa in den vergangenen Wochen Elternsprechtag und auch dort wurde ich lobend erwähnt. Das hat mich natürlich ziemlich gefreut. Und wisst ihr was? Die Lehrer dachten doch tatsächlich, dass ich aus Amerika stammen würde…da ich ja immer mit den Mädchen englisch rede. Lob für mich, der es jedoch Pepe und Marta schwerer macht, das kommende AuPair zu finden;) Also heißt es für die beiden weitersuchen. Sie haben schon klare Vorstellungen: das nächste wird wieder deutsch! 